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Nervenblockade (GON-Block) bei Clusterkopfschmerz: Die Übergangstherapie zwischen Cortison und Neurostimulation

Wenn Cortison-Bridging nicht ausreicht und Neurostimulation noch nicht infrage kommt, kann die Injektion von Lokalanästhetikum und Kortikosteroid an den Hinterhauptsnerv (GON-Block) eine wirksame Übergangsoption sein. Was die Studienlage zeigt, wie der Eingriff abläuft und was Betroffene beim Arztgespräch ansprechen können.

Clusterkopfschmerz und Heuschnupfen: Hängt das zusammen?

Viele Betroffene bemerken: Ihre Cluster-Episode beginnt im Frühjahr, zur gleichen Zeit wie der Heuschnupfen. Die saisonale Häufung selbst ist gut belegt, ob Heuschnupfen tatsächlich Einfluss auf Clusterkopfschmerz hat, wurde in der Fachliteratur aber nie systematisch untersucht. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die laufende Nase einer Cluster-Attacke von echtem Heuschnupfen unterscheiden, und warum genau diese Verwechslung das Risiko einer Fehldiagnose erhöht.

Clusterkopfschmerz und extreme Hitze: Was Studien wirklich zeigen

Löst Hitze Clusterkopfschmerz-Attacken aus? Die einzige direkte Studie dazu ist über 25 Jahre alt, eine große Bevölkerungsstudie findet einen kleinen, aber statistisch signifikanten Temperatureffekt, und die aktuelle deutschsprachige Patienteninformation nennt Hitze gar nicht als Auslöser. Dieser Beitrag ordnet die Studienlage ehrlich ein, erklärt, warum Herbst und nicht Sommer die Hochsaison für Clusterperioden ist, und zeigt allgemeine Hitzeschutz-Regeln für den Sommer.

Brain Health at Work: Nachbericht vom Talk zum World Brain Day 2026

Am 22. Juli 2026 lud die Brain Health Mission der European Academy of Neurology zum internationalen Talk „Brain Health at Work". Unsere Autorin Tamara Brandstätter war dabei und hat die Perspektive von Menschen mit Kopfschmerzerkrankungen eingebracht. Der Nachbericht fasst zusammen, was am Arbeitsplatz belastet, woran es fehlt und welche Anpassungen wirklich helfen.

Warum Clusterkopfschmerz in der Regel keinen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz auslöst

Wer wegen Clusterkopfschmerz an vielen Tagen im Monat Triptane oder Sauerstoff einsetzt, entwickelt nach heutigem Kenntnisstand in aller Regel keinen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MOH), wie ihn Menschen mit Migräne kennen. Grund ist, dass die Internationale Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3) für MOH einen bereits bestehenden primären Kopfschmerz wie Migräne oder Spannungskopfschmerz voraussetzt. Sauerstoff zählt ohnehin nicht zu den Substanzen, die einen MOH auslösen können. Vorsicht ist jedoch bei zusätzlicher Migräne oder bei chronischem Clusterkopfschmerz angebracht, hier zeigen Studien ein erhöhtes Risiko.

Was ist CGRP – und welche Rolle spielt es bei Clusterkopfschmerz?

CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) ist ein körpereigenes Neuropeptid aus rund 37 Aminosäuren, das aus Nervenendigungen des Trigeminusnervs freigesetzt wird. Es wirkt stark gefäßerweiternd und ist während Clusterkopfschmerz- und Migräneattacken im Blut nachweislich erhöht. Genau das hat CGRP zu einem der wichtigsten Ansatzpunkte der modernen Kopfschmerzforschung gemacht.

Erkannt, statt erklären müssen: Das Sunflower Lanyard auf Reisen bei Clusterkopfschmerz

Zwischen den Attacken ist Clusterkopfschmerz meist unsichtbar, und selbst während einer Attacke wird der Schmerz oft falsch eingeordnet. International hat sich dafür ein einfaches Erkennungszeichen etabliert: die Sonnenblume des Hidden Disabilities Sunflower Scheme. Dieser Beitrag ordnet Herkunft, Wirkung und Verfügbarkeit in Österreich ein, ergänzt um einen persönlichen Erfahrungsbericht von Vereinsmitglied Tamara Brandstätter aus dem Flughafen Dubai.

Warum wirken Triptane bei Clusterkopfschmerz anders als bei Migräne? — Wirkmechanismus und Attackentempo einfach erklärt

Triptane wirken bei Clusterkopfschmerz über denselben 5-HT1B/1D-Rezeptor- Mechanismus wie bei Migräne — Wirkstoff und Angriffspunkt sind identisch. Den praktischen Unterschied macht das Tempo: Weil eine Clusterattacke innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt erreicht, entscheidet vor allem die Darreichungsform darüber, ob das Medikament die Attacke überhaupt noch rechtzeitig erreicht.

Was passiert im Gehirn bei einer Clusterattacke? — Trigeminus, Hypothalamus und der autonome Reflex einfach erklärt

Eine Clusterattacke beginnt mit einer Aktivierung des Trigeminusnervs, die über einen Reflex im Hirnstamm sofort auch Tränenfluss, laufende Nase und ein hängendes Lid auslöst. Der Hypothalamus gilt als möglicher Taktgeber dieses Musters — ob er die Attacke tatsächlich auslöst oder sie eher reguliert, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Konferenzbericht: MHIPAS 2026 in Genf — Clusterkopfschmerz auf der internationalen Bühne

Vom 27. bis 29. Juni 2026 war ich beim Migraine and Headache International Patient Advocacy Summit (MHIPAS) in Genf — zeitgleich mit dem EAN-Kongress. Drei Tage lang saß ich mit Patientenvertretungen aus 29 Ländern zusammen, hörte Vorträge zur Kopfschmerzforschung und besuchte zum Abschluss den Palais des Nations, den europäischen Amtssitz der Vereinten Nationen. Ein persönlicher Rückblick — und was ich für den Clusterkopfschmerz in Österreich daraus mitnehme.

Pflegegeld und Behindertenpass bei Clusterkopfschmerz: Anspruch, Stufen und Antragsweg in Österreich

Pflegegeld und Behindertenpass sind zwei unterschiedliche Instrumente mit unterschiedlichen Voraussetzungen — beide werden in Selbsthilfegruppen immer wieder angesprochen. Dieser Beitrag erklärt die 7 Pflegegeld-Stufen, den Grad der Behinderung, wer zuständig ist und wann ein Antrag bei chronischem Clusterkopfschmerz realistisch Aussicht auf Erfolg hat.

Autonome Symptome beim Clusterkopfschmerz — Tränenfluss, Ptosis, Rhinorrhoe und das Horner-Syndrom

Beim Clusterkopfschmerz treten neben dem extremen Schmerz fast immer auffällige Begleitsymptome auf der Schmerzseite auf: tränendes Auge, hängendes Lid, verstopfte oder laufende Nase, gerötete Bindehaut. Dieser Artikel erklärt, warum diese Zeichen auftreten, was das partielle Horner-Syndrom damit zu tun hat — und warum sie für die Diagnose entscheidend sind.

Kopfschmerz ist Gehirngesundheit — die Brain Health Bubble vom MHIPAS 2026 in Genf

Beim MHIPAS 2026 in Genf — zeitgleich mit dem Kongress der European Academy of Neurology — rückte die „Brain Health Bubble“ in den Mittelpunkt: das Bild, dass Gehirngesundheit auf drei Ebenen entsteht. Prof. Paul Boon machte deutlich, dass auch Kopfschmerzerkrankungen immer eine Frage der Gehirngesundheit sind — und was das für Cluster-Betroffene bedeutet.

Rauchen und Clusterkopfschmerz – kausaler Risikofaktor, keine Schuldfrage

Tabakrauchen ist die stärkste bekannte epidemiologische Assoziation mit Clusterkopfschmerz. Eine 2023 veröffentlichte genetische Studie zeigt zusätzlich: Rauchen ist ein kausaler Risikofaktor für die Entstehung der Erkrankung – ein akuter Auslöser einzelner Attacken ist es aber nicht, und ein Rauchstopp heilt die Erkrankung in Studien fast nie. Dieser Artikel erklärt, was die Zahlen bedeuten, und warum die „Bin ich selbst schuld?"-Frage keine hilfreiche Antwort hat.

Neurostimulation bei Clusterkopfschmerz — Was sind die Optionen und für wen kommen sie in Frage?

Wenn Medikamente allein nicht ausreichen, rückt Neurostimulation in den Fokus: Von der nicht-invasiven Vagusnervstimulation (nVNS) über die SPG-Stimulation bis hin zu Hinterhauptsnerv- und Tiefer Hirnstimulation. Dieser Artikel erklärt, was hinter den Verfahren steckt, wie die Evidenzlage einzuordnen ist — und warum die Entscheidung immer in spezialisierte Hände gehört.

Ernährung und Clusterkopfschmerzen: Potenzielle Auslöser und Empfehlungen

Clusterkopfschmerzen werden in der Regel nicht direkt durch einzelne Lebensmittel ausgelöst — trotzdem können Ernährung, Bewegung und Entspannung den Alltag mit der Erkrankung mitgestalten. Dieser Beitrag ordnet ein, was als Auslöser gilt, wie ein Kopfschmerztagebuch hilft und welche Lebensstil-Bausteine eine medizinische Behandlung sinnvoll ergänzen.

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