Neurostimulation bei Clusterkopfschmerz — Was sind die Optionen und für wen kommen sie in Frage?

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Therapie · 9 min Lesezeit
Wenn Medikamente allein nicht reichen — Neurostimulation als Therapieoption

Dieser Beitrag erklärt, was Neurostimulationsverfahren bei Clusterkopfschmerz sind, welche Methoden existieren, was die Forschung bisher zeigt — und für wen diese Optionen grundsätzlich in Betracht kommen. Er enthält keine Dosierungs-, Geräte- oder OP-Indikationsdetails: Diese Entscheidungen gehören in spezialisierte Kopfschmerzzentren.

Clusterkopfschmerz gehört zu den schmerzhaftesten bekannten Erkrankungen überhaupt. Die meisten Betroffenen kommen mit einer Kombination aus Akuttherapie — vor allem Sauerstoff und Triptane — und prophylaktischen Medikamenten gut aus. Doch es gibt Menschen, bei denen diese Standardoptionen unzureichend wirken, nicht vertragen werden oder kontraindiziert sind. Für diese Gruppe ist die Frage nach weiterführenden Möglichkeiten alles andere als akademisch.

Neurostimulationsverfahren sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmend in den Fokus der Kopfschmerzforschung gerückt. Sie greifen nicht über die Blutbahn, sondern direkt über elektrische oder magnetische Impulse in das Nervensystem ein — mit dem Ziel, Attacken abzubrechen oder deren Häufigkeit zu reduzieren. Manche dieser Verfahren sind nicht-invasiv und lassen sich von Betroffenen selbst zu Hause anwenden. Andere erfordern eine operative Implantation und kommen nur für einen sehr kleinen, sorgfältig ausgewählten Kreis von Patientinnen und Patienten in Betracht.

Dieser Artikel soll einen Überblick geben: Was steckt hinter den Verfahren? Was sagt die Forschung? Und was bedeutet das für Betroffene in Österreich? Er ist als Orientierungsartikel konzipiert — nicht als Leitfaden für Therapieentscheidungen, die ausnahmslos in spezialisierte neurolo­gische Hände gehören.

Was ist Neurostimulation — und warum wird sie bei Clusterkopfschmerz eingesetzt?

Neurostimulation bezeichnet den gezielten Einsatz von elektrischen oder magnetischen Impulsen, um die Aktivität von Nervenbahnen oder Hirnstrukturen zu modulieren. Das Ziel ist nicht, Schmerz zu überdecken, sondern in die Mechanismen einzugreifen, die Attacken auslösen oder aufrechterhalten.

Beim Clusterkopfschmerz spielen das trigeminovaskuläre System, der posteriore Hypothalamus und das Spheno­palatinale Ganglion (SPG) — ein autonomes Nervenzentrum hinter der Nasenhöhle — eine zentrale Rolle. Neurostimulationsverfahren setzen an verschiedenen Punkten dieser Kette an: manche am Vagusnerv im Halsbereich, andere direkt am SPG, am Hinterhauptsnerv oder tief im Hypothalamus.

Wichtig für die Einordnung: Neurostimulation ist keine Therapie der ersten Wahl. Sie wird erwogen, wenn medikamentöse Optionen ausgeschöpft oder nicht anwendbar sind — und stets in enger Abstimmung mit spezialisierten Neurologinnen und Neurologen an Kopfschmerzzentren.

Der Rahmen: Für wen kommen Neurostimulationsverfahren grundsätzlich in Betracht?

Einen universellen Indikationskatalog gibt es nicht — und er soll an dieser Stelle auch nicht dargestellt werden, denn die Einschätzung im Einzelfall ist komplex. Was sich aus dem Forschungsstand und aus klinischen Leitlinien grob sagen lässt: Neurostimulationsverfahren werden vor allem dann diskutiert, wenn der Verlauf der Erkrankung medikamentös unzureichend kontrolliert ist — sei es beim häufigen episodischen oder beim chronischen Clusterkopfschmerz — und wenn Standardoptionen aus verschiedenen Gründen nicht ausreichen.

Ein Überblick über die gesamte Bandbreite verfügbarer Therapieansätze — von Akutmedikamenten über prophylaktische Optionen bis zu spezialisierten Verfahren — findet sich im Artikel Clusterkopfschmerzen: Therapiemöglichkeiten. Wer sich zusätzlich darüber informieren möchte, welche Rolle neuere biologische Therapien wie CGRP-Antikörper spielen, findet dazu eine ausführliche Einordnung im Beitrag CGRP-Antikörpertherapien bei Clusterkopfschmerz: Aktueller Stand 2025/2026.

Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben die wichtigsten Neurostimulationsverfahren, ihre Funktionsweise und den Stand der Evidenz — geordnet von nicht-invasiv nach invasiv.

Nicht-invasive Vagusnervstimulation (nVNS)

Was ist nVNS — und wie funktioniert sie?

Die nicht-invasive Vagusnervstimulation (nVNS) nutzt ein handgehaltenes Gerät, das von außen — ohne Einschnitt oder Implantation — am Hals über der Verlaufsstrecke des Vagusnervs angesetzt wird. Durch die Haut werden elektrische Impulse abgegeben, die den Vagusnerv stimulieren.

Der Vagusnerv ist der zehnte Hirnnerv und das wichtigste Verbindungsstück zwischen Gehirn und zahlreichen inneren Organen. Er trägt auch Fasern, die mit schmerzverarbeitenden Strukturen im Hirnstamm interagieren — und genau dort setzt die Wirkung der nVNS an: Die Stimulation beeinflusst die Aktivität im Nucleus tractus solitarii und moduliert über diese Schaltstelle das trigeminovaskuläre Schmerzsystem.

Das bekannteste nVNS-Gerät auf dem Markt ist gammaCore (electroCore). Es ist in der EU als Medizinprodukt zugelassen und war eines der ersten Neurostimulationsverfahren, das in sham-kontrollierten klinischen Studien bei Clusterkopfschmerz untersucht wurde.

Die wichtigste Evidenz stammt aus der randomisierten, doppelblinden ACT2-Studie (Goadsby et al., 2018), die in Cephalalgia publiziert wurde. Sie zeigte für die Akutbehandlung einzelner Attacken beim episodischen Clusterkopfschmerz eine klare Überlegenheit gegenüber Sham-Stimulation: 48 % der mit nVNS behandelten Patienten mit episodischem Verlauf erreichten innerhalb von 15 Minuten Schmerzfreiheit ohne Notfallmedikation, verglichen mit 6 % in der Sham-Gruppe. Beim chronischen Clusterkopfschmerz zeigte sich in derselben Studie kein signifikanter Vorteil gegenüber der Kontrollbedingung.

Eine 2021 publizierte Übersichtsarbeit von Evers und Summ in Current Pain and Headache Reports (PMC8665918) hält fest, dass nVNS und SPG-Stimulation die einzigen Verfahren sind, die beim Clusterkopfschmerz durch mindestens einen positiven sham-kontrollierten Trial gestützt werden — eine wichtige methodische Einordnung für die Bewertung aller übrigen Verfahren.

Einordnung nVNS: Was bedeutet das für Betroffene?
  • nVNS ist nicht-invasiv — keine Operation, keine Implantation.
  • Die stärkste Evidenz gilt für den episodischen Verlauf, nicht für den chronischen.
  • Das Gerät wird auf Rezept verschrieben; in Österreich ist es grundsätzlich verfügbar, Erstattungsfragen sind jedoch im Einzelfall zu klären.
  • Ob nVNS für Sie infrage kommt und wie es angewendet werden soll, entscheidet die behandelnde Neurologin oder der behandelnde Neurologe — idealerweise an einem spezialisierten Kopfschmerzzentrum.

SPG-Stimulation — Reizung des Sphenopalatinalen Ganglions

Das Sphenopalatinale Ganglion (SPG) ist ein kleines autonomes Nervengeflecht, das tief in der Schädelbasis, hinter der Nasenhöhle, liegt. Es ist über den Nervus trigeminus mit dem Schmerzsystem des Kopfes verbunden und über parasympathische Fasern an den autonomen Begleitsymptomen des Clusterkopfschmerzes — Tränenfluss, Nasenlaufen, gerötetes Auge — beteiligt. Dass das SPG als therapeutischer Angriffspunkt taugt, war lange eine theoretische Überlegung, bevor sie klinisch geprüft wurde.

Das SPG-Stimulationssystem, das in den bislang aussagekräftigsten Studien untersucht wurde, ist ein minimalinvasives Implantat: Ein kleiner Stimulationskörper wird in einem ambulant oder kurz­stationär durchführbaren Eingriff in der Fossa pterygopalatina — einer knöchernen Grube im Schädelinnern nahe dem SPG — platziert. Die Steuerung erfolgt von außen über ein kleines Handgerät, das die Betroffenen bei einer Attacke an die Wange halten.

Die entscheidende klinische Studie ist die Pathway CH-1-Studie (Schoenen et al., 2013, Cephalalgia): eine randomisierte, sham-kontrollierte Multicenter-Studie bei Patientinnen und Patienten mit chronischem Clusterkopfschmerz. Sie zeigte, dass 67,1 % der mit voller SPG-Stimulation behandelten Attacken innerhalb von 15 Minuten eine Schmerzlinderung erreichten — verglichen mit 7,4 % bei Sham-Stimulation. Zusätzlich berichteten 68 % der Teilnehmenden eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Attackenfrequenz; 36 % erreichten eine Reduktion der wöchentlichen Attackenzahl um mindestens 50 %.

Was unterscheidet SPG-Stimulation von nVNS?

SPG-Stimulation ist minimalinvasiv: Sie erfordert einen operativen Eingriff zur Implantatplatzierung. Das ist ein wichtiger Unterschied zu nVNS, die ohne jede Operation auskommt.

Dafür bietet das SPG-Implantat — wenn es wirkt — sowohl eine Akutoption (Attackenabbruch) als auch eine präventive Wirkung (Reduktion der Attackenfrequenz) in einem System.

Die Pathway CH-1-Studie bezog sich auf den chronischen Clusterkopfschmerz — einer Gruppe, für die viele andere Optionen keine oder nur unzureichende Wirkung gezeigt haben.

Die SPG-Stimulation ist in der EU als Medizinprodukt (Pulsante-System) zugelassen. Sie ist allerdings nicht flächendeckend verfügbar — der Zugang hängt von der Expertise der behandelnden Einrichtung ab, und das Implantat ist mit einem operativen Eingriff verbunden, der eine sorgfältige Indikationsprüfung voraussetzt. In Österreich ist diese Abklärung an spezialisierten Kopfschmerzzentren oder in der neurologischen Fachabteilung zu führen.

Hinterhauptsnerv-Stimulation (ONS) und Tiefe Hirnstimulation (DBS)

Zwei weitere Verfahren sind im Zusammenhang mit Clusterkopfschmerz relevant — beide deutlich invasiver als nVNS und SPG-Stimulation und für einen sehr kleinen Kreis medikamentös und anderweitig therapierefraktärer Betroffener vorgesehen.

Okzipitale Nervenstimulation (ONS)

Die okzipitale Nervenstimulation — auch Hinterhauptsnerv-Stimulation oder Greater Occipital Nerve Stimulation (GON) — platziert feine Elektroden subkutan im Bereich des Hinterhauptes, die über einen implantierten Impulsgeber aktiviert werden. Der genaue Wirkungsmechanismus bei Clusterkopfschmerz ist noch nicht vollständig verstanden; diskutiert wird eine Beeinflussung der trigeminozerebellären Schaltstellen im Hirnstamm.

Die Datenlage zur ONS bei Clusterkopfschmerz ist bislang überwiegend auf Fallserien und kleinere offene Studien gestützt. Eine dose-kontrollierte (nicht sham-kontrollierte) Studie mit 130 Patientinnen und Patienten zeigte eine mediane Reduktion der wöchentlichen Attackenzahl um 4,1 bis 6,5 — ein klinisch relevantes Signal, methodisch aber nicht auf dem Niveau eines sham-kontrollierten Trials. Die Übersichtsarbeit von Evers und Summ (2021) ordnet ONS als Verfahren mit mehreren positiven Fallserien ein, für das jedoch kein positiver sham-kontrollierter Trial vorliegt.

ONS ist in Österreich nicht standardmäßig verfügbar und wird allenfalls an sehr wenigen hochspezialisierten Zentren in Betracht gezogen.

Tiefe Hirnstimulation (DBS)

Die Tiefe Hirnstimulation (Deep Brain Stimulation, DBS) ist das invasivste der hier beschriebenen Verfahren. Sie richtet sich beim Clusterkopfschmerz gegen den posterioren Hypothalamus — jene Hirnstruktur, die in bildgebenden Studien bei Attacken konsistent aktiviert ist und als möglicher Schrittmacher des Clusterkopfschmerzes gilt.

DBS — Evidenzlage im Überblick

Ein systematisches Review mit Meta-Analyse (Murray, Pahapill, Awad, 2023, Stereotactic and Functional Neurosurgery) fasste 16 Studien mit 108 Patientinnen und Patienten zusammen, die wegen eines therapierefraktären chronischen Clusterkopfschmerzes eine hypothalamische DBS erhalten hatten. Das Ergebnis: Etwa 70 % der sorgfältig ausgewählten Patientinnen und Patienten erreichten eine gute Kontrolle ihrer Erkrankung — eine vielversprechende Zahl im Kontext einer ansonsten schwerst therapierbaren Erkrankung.

Gleichzeitig ist die Einschränkung klar: DBS bei Clusterkopfschmerz hat bislang in keinem sham-kontrollierten Trial Wirksamkeit nachgewiesen. Die oben genannte Review-Arbeit stützt sich auf Fallserien und nicht randomisierte Studien. Eine einzelne randomisierte sham-kontrollierte Studie (Leone et al.) zeigte keinen signifikanten Unterschied zwischen aktiver und Sham-Stimulation — ein Befund, der die Interpretation der positiven Fallserien erschwert. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten in rund 17 % der Fälle auf, darunter Infektionen und Blutungen.

DBS ist ein neurochirurgischer Eingriff — mit allem, was das an Risiken und logistischer Komplexität bedeutet. Er kommt nach dem heutigen Erkenntnisstand allenfalls für Menschen mit einem chronischen, vollständig therapierefraktären Verlauf in Frage, bei denen alle anderen Optionen systematisch ausgeschöpft wurden. Die Entscheidung wird — wenn überhaupt — in einem multidisziplinären Team aus Neurologinnen, Neurochirurgen und spezialisierten Schmerzmedizinierinnen getroffen.

Einordnung: Evidenz, Verfügbarkeit und was das für Betroffene bedeutet

Kurzüberblick: Evidenz der Verfahren
Verfahren Invasivität Stärkste Evidenz bei Sham-kontrollierter Trial
nVNS Nicht-invasiv Episodischer CH (Akut) Ja (ACT2)
SPG-Stimulation Minimalinvasiv Chronischer CH (Akut + Prävention) Ja (Pathway CH-1)
ONS Invasiv (Implantat) Chronischer CH Nein (nur Fallserien)
DBS Hochinvasiv (neurochirurgisch) Therapierefraktärer chronischer CH Kein positiver Nachweis

Die Hierarchie der Evidenz ist bei Neurostimulationsverfahren — wie in vielen Bereichen der Kopfschmerzforschung — noch im Aufbau. Dass nur nVNS und SPG-Stimulation einen positiven sham-kontrollierten Trial vorweisen können, bedeutet nicht, dass die anderen Verfahren nicht wirken. Es bedeutet, dass die Forschungsbasis für diese Aussage noch nicht ausreicht. Für Menschen mit einem schwer therapierbaren chronischen Verlauf, für die keine andere Möglichkeit mehr greift, können auch ONS oder DBS — an den wenigen dafür qualifizierten Zentren — Teil eines individuellen Therapieplans sein.

Österreich: Wo werden diese Verfahren angeboten?

nVNS (gammaCore) ist als verschreibungspflichtiges Medizinprodukt in Österreich verfügbar. SPG-Stimulation wird an einzelnen hochspezialisierten neurologischen und neurochirurgischen Zentren durchgeführt — darunter Einrichtungen mit Kopfschmerzambulanz wie die MedUni Wien. ONS und DBS sind noch weniger verbreitet und erfordern die Infrastruktur eines neurochirurgisch-neurologischen Zentrums, das diese Verfahren aktiv anbietet.

Die Österreichische Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (ÖKSG) sowie die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) sind die relevanten Fachgesellschaften, deren Mitglieder und Leitlinien in solchen Fragen orientieren können.

Was Sie zum Arztgespräch mitbringen können
  • Attackenkalender: Häufigkeit, Uhrzeit, Dauer und Intensität jeder Attacke — idealerweise über mindestens vier Wochen. Das ist die Grundlage jeder Therapiediskussion.
  • Verlaufsdokumentation: Episodisch oder chronisch? Seit wann? Gab es Remissionsphasen? Wie lange?
  • Vorherige Therapien: Was wurde ausprobiert, in welcher Form, wie lange und mit welchem Ergebnis? Auch unvollständige Dokumentation ist besser als keine.
  • Konkrete Frage: Es ist völlig legitim, Ihre Neurologin oder Ihren Neurologen direkt zu fragen: „Gibt es bei meinem Verlauf eine Indikation für Neurostimulation? An welchem Zentrum würden Sie mich dafür vorstellen?"
  • Überweisung ans Kopfschmerzzentrum: Wenn Sie noch keine spezialisierte Betreuung haben, ist eine Überweisung zur Kopfschmerzambulanz der erste Schritt — Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt kann diesen Schritt einleiten.

Was bleibt: Orientierung statt Entscheidung

Neurostimulationsverfahren sind keine Wunderwaffe — aber sie sind reale Optionen für Menschen, für die Standardtherapien nicht ausreichen. Die Forschung in diesem Bereich entwickelt sich weiter: Neue Studien prüfen verfeinerte Protokolle, kombinierte Ansätze und bessere Methoden zur Vorhersage, welche Patientinnen und Patienten ansprechen werden.

Was heute mit Sicherheit gilt: Der Zugang zu diesen Verfahren führt über spezialisierte Kopfschmerzzentren. Dort liegt die Expertise für die Indikationsstellung, für die Begleitung der Therapie und für die Einbettung in ein individuelles Gesamtkonzept. Der erste Schritt ist meist nicht der Ruf nach einer Elektrode — sondern eine gründliche Anamnese und die Frage, ob wirklich alle konventionellen Optionen ausgeschöpft wurden.

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Entscheidungen zu Neurostimulationsverfahren bei Clusterkopfschmerz — ob Indikation, Auswahl des Verfahrens oder Durchführung — treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen, idealerweise an einem spezialisierten Kopfschmerzzentrum.

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Quellen

  1. Evers S, Summ O: Neurostimulation Treatment in Chronic Cluster Headache — a Narrative Review. Current Pain and Headache Reports, 2021;25(12):81. DOI: 10.1007/s11916-021-00989-6. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8665918/ (Zugriff: 2026-06-15).

  2. Goadsby PJ, de Coo IF, Silver N, Tyagi A, Ahmed F, Gaul C, Jensen RH, Diener HC, Solbach K, Straube A, Liebler E, Marin JCA, Ferrari MD; ACT2 Study Group: Non-invasive vagus nerve stimulation for the acute treatment of episodic and chronic cluster headache: A randomized, double-blind, sham-controlled ACT2 study. Cephalalgia, 2018;38(5):959–969. DOI: 10.1177/0333102417744362. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29231763/ (Zugriff: 2026-06-15).

  3. Schoenen J, Jensen RH, Lantéri-Minet M, Láinez MJ, Gaul C, Goodman AM, Caparso A, May A: Stimulation of the sphenopalatine ganglion (SPG) for cluster headache treatment. Pathway CH-1: a randomized, sham-controlled study. Cephalalgia, 2013;33(10):816–830. DOI: 10.1177/0333102412473667. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23314784/ (Zugriff: 2026-06-15).

  4. Murray M, Pahapill PA, Awad AJ: Deep Brain Stimulation for Chronic Cluster Headaches: A Systematic Review and Meta-Analysis. Stereotactic and Functional Neurosurgery, 2023;101(4):232–243. DOI: 10.1159/000530508. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37245509/ (Zugriff: 2026-06-15).

  5. Reuter U, McClure C, Liebler E, Pozo-Rosich P: Non-invasive neuromodulation for migraine and cluster headache: a systematic review of clinical trials. Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry, 2019;90(7):796–804. DOI: 10.1136/jnnp-2018-320113. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30824632/ (Zugriff: 2026-06-15).