Von Stefan Kohlweg

Die Reise von Clusterbusters: Vortrag von Bob Wold auf der Clusterbusters Conference 2024

Kongressbericht · 3 min Lesezeit
Aus einer Online-Gruppe wurde eine Patientenbewegung mit eigener Forschung.

Bob Wold, Gründer von Clusterbusters, blickte auf der Conference 2024 auf mehr als zwei Jahrzehnte zurück — und darauf, was Betroffene gemeinsam erreichen können.

Bob Wold, der Gründer von Clusterbusters, begann seinen Vortrag mit einem Rückblick auf die Entstehung der Organisation. Clusterbusters wurde gegründet, um Betroffenen von Clusterkopfschmerzen eine Gemeinschaft und Unterstützung zu bieten und die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Bob betonte, wie wichtig es sei, dass Betroffene als Gemeinschaft zusammenstehen und für ihre Bedürfnisse und Rechte eintreten. Er erzählte von den vielen Fortschritten, die Clusterbusters im Laufe der Jahre gemacht hat — darunter die Durchführung von Studien und die Zusammenarbeit mit renommierten Institutionen wie Harvard.

Gründung und Anfänge

Bob Wold erzählte, dass Clusterbusters 2002 offiziell als Non-Profit-Organisation registriert wurde. Die Reise begann jedoch schon früher, im Jahr 1998, als sich eine kleine Gemeinschaft von Clusterkopfschmerz-Betroffenen online zusammenfand. Diese Gruppe wuchs und wurde durch die Frage eines Mitglieds namens „Flash“ zusammengeführt, ob Psychedelika, insbesondere LSD, bei Clusterkopfschmerzen helfen könnten.

Wichtige Meilensteine

Erste Forschung und Herausforderungen

Ein entscheidender Moment war, als die Gemeinschaft beschloss, wissenschaftliche Forschung zu Psilocybin und LSD zu initiieren. Das war mit vielen Herausforderungen verbunden, insbesondere wegen der rechtlichen und finanziellen Hürden. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es, 2006 die erste Studie zu Clusterkopfschmerzen und Psilocybin an der Harvard University zu starten. Die Forschung zu Psychedelika ist bis heute ein zentrales Thema der Conference — etwa im Vortrag von Dr. Schindler zu neuesten Forschungsergebnissen zu Psilocybin.

Erfolge und Medienpräsenz

In den folgenden Jahren erregte Clusterbusters zunehmend Aufmerksamkeit in den Medien, insbesondere durch die Verwendung von Psychedelika zur Behandlung von Clusterkopfschmerzen. Diese Medienpräsenz half, das Bewusstsein für Clusterkopfschmerzen zu schärfen und die Notwendigkeit weiterer Forschung zu betonen. Ein bemerkenswerter Erfolg war die Veröffentlichung von Studien zu LSA (Lysergsäureamid) und Kudzu, die nahelegten, dass diese Substanzen ebenfalls wirksam sein könnten.

Zusammenarbeit und politische Arbeit

Clusterbusters arbeitete auch eng mit politischen Organisationen und Behörden zusammen, um die Anerkennung und Behandlung von Clusterkopfschmerzen zu verbessern. Ein wichtiger Schritt war die Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde SAMHSA, die zu einer besseren Unterstützung von Betroffenen führte, die aufgrund ihrer Kopfschmerzen suizidgefährdet waren. Wie eng Clusterkopfschmerz und psychische Belastung zusammenhängen, beleuchten wir gesondert in Clusterkopfschmerz und Suizidalität — ein ernstes Thema.

Aktuelle und zukünftige Projekte

Bob Wold berichtete auch über aktuelle Projekte und Ziele der Organisation. Dazu gehören die Entwicklung eines „Cluster Buddy“-Programms, bei dem erfahrene Betroffene neuen Patientinnen und Patienten zur Seite stehen, sowie die Förderung neuer klinischer Studien zu nicht-psychedelischen Behandlungen für Clusterkopfschmerzen. Diese Initiativen sollen dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen weiter zu verbessern und neue Behandlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Zusammenfassung

Bob Wolds Vortrag bot einen Überblick über die Geschichte und Erfolge von Clusterbusters. Die Organisation hat nicht nur die Forschung zu neuen Behandlungsmöglichkeiten vorangetrieben, sondern auch eine starke Gemeinschaft aufgebaut, die Betroffene unterstützt. Seine Reise zeigt, wie viel gemeinsames Engagement bewirken kann. Den größeren Rahmen dieses Treffens fassen wir im Konferenzbericht zur Clusterbusters-Kopfschmerz-Konferenz 2024 zusammen.

Wichtig: Dieser Beitrag gibt einen Vortrag wieder und ersetzt keine ärztliche Beratung. Psilocybin und LSD sind in Österreich nicht als Arzneimittel zugelassen; eine Selbstbehandlung wird ausdrücklich nicht empfohlen. Besprechen Sie Behandlungsfragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder Suizidgedanken haben, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge unter 142 (24 h, kostenlos) oder im Notfall an den Notruf 144.


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Über den Autor
Obmann & Gründer · Cluster Kopfschmerzen Verein Österreich

Stefan Kohlweg lebt selbst seit seinem 18. Lebensjahr mit Clusterkopfschmerz und hat den ersten österreichischen Verein für Betroffene und Angehörige gegründet. Er vertritt die österreichische Patienten-Community auf europäischen Kopfschmerz-Kongressen.

Die Beiträge des Redaktionsteams entstehen mit KI-Unterstützung und werden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft und verantwortet.

Redaktion & Transparenz

Dieser Beitrag wurde vom Redaktionsteam des Cluster Kopfschmerzen Verein Österreich erstellt — einer Patientenorganisation von Betroffenen für Betroffene. Veröffentlicht am 5. Juni 2024. Quellenangaben finden Sie am Ende des Beitrags.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt — Anlaufstellen finden Sie in unserem Ärzteregister. In akuten Krisen: Notruf 144, Telefonseelsorge 142.

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